von Viktoria Spätauf, MSc.

Coronavirus: Achten Sie auf den eigenen Seinszustand

Es ist eine herausfordernde Zeit für uns alle. Umso wichtiger war es mir, diesen Text zu verfassen. Denn ich möchte Sie dazu ermutigen, Verantwortung für Ihren Seinszustand zu übernehmen, noch mehr Verständnis für sich und Ihre Gefühle aufzubringen und andere dabei zu unterstützen, das Gleiche zu tun. Falls Sie sich jetzt denken „Wie soll das gehen? Wir befinden uns in einer Krise“! Vielleicht kann ich Sie mit meinen Zeilen dabei unterstützen, wie Max Frisch einst sagte „den Beigeschmack der Katastrophe“ zu nehmen, psychisch gesund und positiv zu bleiben. Genau darum geht es – Ihr Wohlbefinden, welches Sie Kraft Ihrer Gedanken und Gefühle aktiv beeinflussen können, aufrecht zu erhalten bzw. zu steigern.

Tipp 1: Sicherheit und Vertrauen schaffen

Krisensituationen können uns zum gedanklichen Katastrophisieren verleiten, eine Menge an unangenehmen Gefühlen aufwirbeln und im schlimmsten Fall zu anhaltendem Stress führen. Was in solchen Situationen hilfreich ist: es gilt ein Bewusstsein für die eigenen Gedanken und Gefühle zu schaffen. Negative Emotionen wie Angst, Wut und Ärger sind doch zu gegebenem Anlass vollkommen in Ordnung und nachvollziehbar, meinen Sie nicht? Es macht Sinn, diese so zu akzeptieren, wie Sie sind.

Zeitgleich ist es wichtig, dass wir in diesem negativen Gefühlszustand nicht verhaften, sondern ihn aktiv zum Positiven verändern. Dabei hilft es oft, eigene Gedankengänge zu prüfen und negative Muster gegebenenfalls zu stoppen, bevor sie sich uferlos verselbstständigen. Hier ermuntere ich Sie ganz klar zur Selbstfürsorge und Vertrauen in Ihre eigene Kraft. Ich bin überzeugt, dass Sie sich jetzt ein bewusstes Stopp setzen können. Vielleicht fällt Ihnen gerade etwas ein, dass Sie positiv stimmt und glücklich macht? Nutzen Sie doch diesen Gedanken und produzieren Sie mehr davon!

Tipp 2: Achten Sie auf Bewegung und Ernährung

Das Einhalten der bundesweiten Maßnahmen ist wichtig. Gleichzeitig hat Bundeskanzler Sebastian Kurz ausdrücklich betont, dass „sich die Beine vertreten“ oder „zum Joggen hinausgehen“ durchaus gestattet sind. Wenn es Ihnen möglich ist, dann nutzen Sie doch die Chance und entdecken Sie die Natur für sich alleine. Bereits 20 Minuten in der Natur können unser Wohlbefinden steigern. Durch Live-Sessions und Online Tutorials stehen auch genug Indoor-Möglichkeiten für  ausreichende Bewegung zur Verfügung. Wer fleißig trainiert, hat auch ausreichend Hunger: Genügend Zeit, um gesund und abwechslungsreich zu kochen. Denken Sie dran: Bewegung und Ernährung spielen im Zusammenhang mit unserer psychischen Gesundheit eine bedeutende Rolle.

Tipp 3: Strukturieren Sie Ihren Tag mit Dingen, die Ihnen gut tun

Bewusst Informationen einzuholen macht in jedem Fall Sinn. Zeitgleich kann es sehr deprimierend wirken, wenn wir nur noch über das Coronavirus lesen und sprechen. Strukturieren Sie Ihren Tag also mit Dingen, die Ihnen Freude bereiten und Sie glücklich machen. Manche von Ihnen arbeiten ohnehin im Home-Office. Vielleicht haben Sie jetzt auch Zeit, um zu Hause Dinge zu erledigen, die Sie schon seit langem aufschieben. In all dem Chaos, das im Außen vor sich geht, kann eine Tagesplanung und -struktur Sicherheit schaffen, Kontrollgefühl erzeugen, Sinn geben und Ihre Selbstwirksamkeit stärken.

Beginnen Sie Ihren Tag wie gewohnt. Stellen Sie Ihren Wecker, ziehen Sie sich an, als würden Sie das Haus verlassen und legen Sie los. Halten Sie sich dabei das Gelingende vor Augen und loben Sie sich am Ende des Tages selbst für das Geschaffte.

Tipp 4: Sozialkontakte pflegen – gemeinsam ist alles leichter

Viele von uns sind in der Situation, dass Sie die Zeit der Einschränkungen nicht alleine verbringen müssen. Und genau jetzt möchte ich Sie einladen dafür Dankbarkeit zu zeigen. Denn Sie haben Menschen um sich, die Sie lieben und mit denen Sie gemeinsam den Tag verbringen dürfen.

Dank der Digitalisierung (Video-Telefonie, Telefonie, Internet, SMS) ist es möglich mit Ihren Freunden und Liebsten in Kontakt zu bleiben, ohne sich persönlich zu begegnen. Nutzen Sie das. Denn soziale Kontakte steigern unser Wohlbefinden. Es kann sowohl hilfreich sein, über die derzeitige Situation zu sprechen und die eigenen Gefühle mitzuteilen. Gleichzeitig ist es auch erlaubt, locker und frei zu tratschen. Ja vielleicht sogar über alte Zeiten zu lachen. Humor ist wichtig und kann helfen, schwierige Situationen leichter zu bewältigen. Trainieren Sie doch Ihre Bauch- und Gesichtsmuskeln und lassen Sie zu, Gefühle der Freude zu verspüren!

Zum Schluss: Gedanken, die Mut machen

Das Lignano Journal hat auf Facebook heute einen Text geteilt, den ich Ihnen nicht vorenthalten will. Aus meiner Sicht: Abschließende Überlegungen und Gedanken, die Hoffnung geben und positiv stimmen.

🔵 Einen Text, der durchaus zum Nachdenken anregt, möchten wir gerne mit euch teilen. Er lautet "ES KÖNNTE SEIN", demnach…

Gepostet von Lignano Journal am Dienstag, 17. März 2020

Quelle: https://www.facebook.com/LignanoJournal/posts/2774951045919484